gegen einen pädagogisierenden Umgang mit Wählern

Am Freitag besuchte ich eine Podiumsdiskussion der Grünen, am Sonntag und Montag hörte ich den Kommentaren zur Landtagswahl zu  und las Kommentare in der Süddeutschen Zeitung (Die AfD führt einen Kulturkampf keinen Klassenkampf und Wie Merkel der AfD den Nährboden entziehen kann) und in anderen Zeitungen, und immer stellen sich Politiker_innen und Journalist_innen dieselbe Frage: Wie kann man AfD-Wähler_innen zurückgewinnen?

Was mir dabei auffällt, niemand nimmt die AfD-Wähler_innen ernst. Mein erster Eindruck (aufgrund meiner eigenen Prägung) ist der, dass versucht wird, pädagogisch mit ihnen umzugehen: Was müssen wir tun, damit sie merken, dass die anderen Parteien ihre Probleme besser lösen als die AfD? Man gibt vor, dass man erstens mehr für die Abgehängten im Land tun müsse und dass man zweitens die Erfolge besser bekannt machen müsse, Wenn die Menschen keine Probleme mehr hätten, würden sie auch nicht mehr die AfD wählen.

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Endlich beim Namen genannt: Ethnopluralismus (Lesetipp: der dieswöchige Schwerpunkt der Jungle World zu Critical Whiteness)

Diese Woche widmet sich die Jungle World der Kritik an der Theorie des Kritischen Weißseins (Critical Whiteness). Ich fühlte mich daran erinnert, dass ich in diesem Sommer mehrere Menschen, die diese Theorie vertraten (und zwar auf deutlich intelligentere Weise vertraten als die Autorin, die im ersten Artikel der Jungle World kritisiert wird), aber auch mehrere Menschen, die ihr kritisch gegenüber standen. Was mir auffiel, war die Furcht von Menschen, die der Theorie des Kritischen Weißseins kritisch gegenüberstehen, als Rassisten gebrandmarkt zu werden. Ich fühlte mich an die Sprüche von Menschen erinnert, die tatsächlich rechts sind: „Man darf das ja nicht sagen, sonst ist man ja gleich ein Rassist.“

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Überlegungen zur Entstehung des Wortes „Migrationshintergrund“

Ich gehe davon aus, dass die meisten Menschen wissen, was gemeint ist, wenn von Menschen mit „Migrationshintergrund“ die Rede ist. Es sind Menschen, die hier in Deutschland leben, häufig seit sehr vielen Jahren, häufig seit ihrer Geburt, es sind Menschen, die teilweise die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, die aber irgendwie in den Augen ihrer Mitbürger ohne „Migrationshintergrund“ eben doch keine richtigen Deutschen sind, und weil sie die Mitbürger, die sie nicht als richtige Mitbürger anerkennen wollen, sie irgendwie bezeichnen müssen, wurde der Ausdruck „mit Migrationshintergrund“ erfunden.

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Neustart

Nach mehreren Monaten, während derer ich nicht gebloggt habe, habe ich mich entschlossen, ein neues Blog zu starten. Es soll sich auf politische Themen beschränken und insbesondere Stellung nehmen zum völkischen/ethnischen Denken, dessen weite Verbreitung in den letzten Monaten sichtbar geworden ist.

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