Das richtige Alter

Es scheint Konsens zu sein, dass man erst ab einem bestimmten Alter Jugendlichen über die Shoah erzählen darf, und erst gestern hat mir jemand, der Erfahrung mit Schulklassen hat, erzählt, dass seiner Ansicht nach die neunte Klasse das früheste richtige Alter sei. (Wenn man auch Hauptschüler_innen unterrichten will, ist es auch das späteste richtige Alter, da manche Haupt und auch Gesamtschüler_innen die Schule bereits nach der neunten Klasse verlassen und dann nur noch als Berufsschüler_innen greifbar wären.)

(Ganz unten findet sich ein Link zu einer Liste von Leseempfehlungen. Damit er nicht verlorengeht, poste ich ihn auch hier: https://www.jmberlin.de/sites/default/files/jmb_lesenswerte-buechera4.pdf)

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In a nutshell: Völkischer Nationalismus

Vor ungefähr zehn Tagen habe ich eine Antwort auf die Frage versucht, was die Medien im Umgang mit der AfD falsch machen. Mittlerweile würde ich dies erweitern: Auch viele Menschen, die sich Experten nennen, begehen diesen Fehler.

Der Fehler besteht meines Erachtens nach darin, dass nicht verstanden wurde, was völkischer Nationalismus (im Gegensatz zu republikanischem Nationalismus) zu verstehen ist. Wenn dieser Kern der Ideologie der AfD nicht verstanden wurde, kann sie auch nicht adäquat kritisiert werden. Damit das, was ich in meiner Tweetkette geschrieben habe, nicht verloren geht, werde ich es hier wiederholen. Für ausführliche Informationen empfehle ich Benedict Anderson oder die Dissertation von Samuel Salzborn „Ethnisierung der Politik. Theorie und Geschichte des Volksgruppenrechts in Europa“.

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Am Aufstieg der AfD sind die AfD-Anhänger schuld, niemand sonst

Immer wieder tauchen in meiner Timeline Behauptungen auf, am Aufstieg der AfD seien alle möglichen Leute schuld, nur nicht die Leute, die sie wählen. Der Text, der als letztes meine Aufmerksamkeit geweckt hat, ist einer von Heribert Prantl: Der dritte Platz wird den Ton angeben . Ein anderer Text war der von Wolfgang Merkel „Die AfD wird bleiben“ in der taz.

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Zu den jüngsten Äußerungen von Alexander Gauland und Alice Weidel

 

 

Vor einigen Tagen hat die WELT über eine alte Email von Alice Weidel berichtet, in der sie, neben anderen Unerträglichkeiten, die derzeit aktiven Politiker als Marionetten der Siegermächte  bezeichnet. Alexander Gauland will wieder stolz auf die Leistungen der deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg sein.

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Kleiner Rant über Menschen, die sich für links und kritisch halten, aber in Sachen Gender komplett unsensibel sind.

Vor über zehn Jahren kaufte ich mir von Wolfgang Bergmann das Buch „Warum unsere Kinder unser Glück sind.“ Es interessierte mich, weil es sich gegen die damals populären Bücher über den Nutzen von Disziplin (vom ehemaligen Leiter des Internats Salem, dessen Namen ich vergessen habe) oder über kleine Tyrannen (von Michael Winterhoff) wandte. Ich fand das Buch ganz cool, außer dass der Autor etwas unsensibel war, was Gender anbelangt. Die Klischees von typischen Männern/Jungen und Frauen/Mädchen feiern bei ihm fröhliche Urstände. Ich beschloss das zu übersehen, da ich gerade in einer Phase war, in welcher ich beschlossen hatte, auch mal darüber hinwegzusehen, dass Männer sich frauenfeindlich äußern, wenn sie sonst intelligente Sachen schreiben.

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