Mit Rechten reden: Teil D

 

Zusammenfassung:

Die Autoren bieten den Rechten ein Gespräch an, da sie finden, dass in einigem, das die Rechten sagen, zumindest ein Körnchen Wahrheit liege. Das ließe sich aber nur im Streitgespräch herausfinden. „Wenn euch etwas an der Zustimmung außerhalb eurer eigenen Kreise gelegen ist, solltet ihr also die Nähe von uns Nicht-Rechten suchen“ (S. 133). Die Bedingung sei aber, dass sie ihre „Sprachspiele“ unterließen.

Anschließend diskutieren sie einige zentrale inhaltliche Punkte der Rechten. Es ginge ihnen dabei aber nicht darum, Recht zu behalten oder die andere Seite platt oder fertig zu machen. Sie hoffen, dass die Rechten ihre Angst vor einem Gespräch verlieren (S. 134).

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Mit Rechten Reden: Teil C

 

Der rechte Denunziant/Informant liegt im Sterben. Kurz bevor er stirbt, erzählt er den drei Autoren einen Traum, in welchem alle Rechten der Stadt erst in ein Wäldchen deportiert (es ist nicht klar, ob die waldliebenden Rechten sich vorher selbst dorthin zurückgezogen hatten) und dann entweder in Umerziehungslager oder in Folterlager gesperrt werden (S. 80ff). Ein paar Tage später stirbt er.

Die Autoren organisieren ihm ein Waldbegräbnis, anschließend sinnieren sie über das, was ihnen er erzählt hat. Sie nennen es den rechten Opfermythos: Rechte halten sich für Repräsentanten jenes Deutschlands, das seit je her leidet, angefangen mit dem „Schandvertrag“ von Versailles (S. 88). Sie leiden unter dem, was das Ausland angeblich Deutschland antut, aber auch unter dem, was die Linken ihnen antun, etwa wenn skandalisiert wird, dass Sieferles Buch „Finis Germania“ auf einer Bestenliste gelandet ist . Die Autoren kritisieren die Skandalisierung, sie sind der Ansicht, dass dies dem Opfermythos der Rechten in die Hände spiele (S. 89ff).

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Mit Rechten Reden: Teil B

Zusammenfassung:

In Teil B wenden sich die Autoren der Frage zu, warum die Rechte so stark werden konnte. Ihre Antwort: Es liege an der Schwäche, genauer gesagt am ideologischen Disaster der Linken (S. 50). In den Siebzigern, als die Linke am stärksten war, hätten die Rechten angesichts ihrer Schwäche angefangen nachzudenken und den Gegner zu analysieren, und sie hätten festgestellt, dass dieser nicht stark, sondern schwach war.

Nun folgt eine Geschichte der Linken. Bevor ich sie hier zusammenfasse, möchte ich vorausschicken, dass ich Schwierigkeiten hatte, sie mit dem in Einklang zu bringen, was ich sonst in meinem Leben über die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts gelernt habe. Mittlerweile kann ich mir diese Schwierigkeit erklären: Die Geschichte der Linken wird aus rechter Perspektive mit rechten Kategorien erzählt. Weiter unten werde ich in Einzelheiten erklären, wie ich zu dieser Einschätzung gelangt bin. Bedauerlicherweise sagen die Autoren nicht, ob die Darstellung der Geschichte der Linken ihre eigene Position widerspiegelt, oder ob sie die Sichtweise der Rechten wiedergeben wollte.

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Mit Rechten Reden, Teil A: Der Wille zur Macht

 

Zusammenfassung

Im ersten Teil wird erklärt, auf welches Problem das Buch reagiert und welche Lösungsversuche es für falsch hält.

Das Problem wird folgendermaßen charakterisiert: Plötzlich seien überall Rechte aufgetaucht (S. 17) und machten einem das Leben schwer. Sie änderten nicht ihre Ansichten, nur weil man ihnen die eigenen, viel besseren Ansichten vorhält, und sie verschwänden auch nicht einfach. Am liebsten würde man nicht mit ihnen reden.

Der Kirchentag 2017 hat es doch gewagt. Eine konservative/reaktionäre Christin und AfD-Mitglied wurde zum Kirchentat eingeladen, man hat vorher große Befürchtungen gehabt, aber am Ende hat man mit ihr über allerlei Schützenswertes (Embryos, das Abendland) gesprochen, und die Katastrophe sei ausgeblieben (S. 19).

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Mit Rechten Reden? Leitfaden zum Leitfaden (zweiter Teil der Diskussion des Buchs)

 

Das Buch trägt den Untertitel „ein Leitfaden“, aber gleich ganz am Anfang findet sich eine Vorbemerkung, „Leitfaden zum Leitfaden“: Es handle sich nicht um einen Ratgeber oder Leitfaden, wie man ihn gewöhnlich erwarte, der berate, wie „man“ eine klar definierte Aufgabe löst, denn das würde voraussetzen, dass zwei klar getrennte Gruppen unterschieden werden können, „man“ und „die Rechten“. Dies sei aber nicht möglich. Stattdessen habe man es hier mit einem komplexen Problem zu tun, das zu beschreiben und zu lösen die Autoren sich auf den Weg machen.

Ein paar Punkte nehmen sie schon vorweg, vor allem, wie sie „rechts“ nicht definieren wollen: Über Inhalte. Für sie sei rechts eine Redeweise, nämlich eine reaktive Redeweise, entstanden als Reaktion auf eine Krise der Öffentlichkeit, der Verlagerung des Diskurses in Talkshows und ins Internet, wo Nervosität und Erwartbarkeit seine Hauptkennzeichen seien.

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