Mit Rechten Reden: Teil B

Zusammenfassung:

In Teil B wenden sich die Autoren der Frage zu, warum die Rechte so stark werden konnte. Ihre Antwort: Es liege an der Schwäche, genauer gesagt am ideologischen Disaster der Linken (S. 50). In den Siebzigern, als die Linke am stärksten war, hätten die Rechten angesichts ihrer Schwäche angefangen nachzudenken und den Gegner zu analysieren, und sie hätten festgestellt, dass dieser nicht stark, sondern schwach war.

Nun folgt eine Geschichte der Linken. Bevor ich sie hier zusammenfasse, möchte ich vorausschicken, dass ich Schwierigkeiten hatte, sie mit dem in Einklang zu bringen, was ich sonst in meinem Leben über die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts gelernt habe. Mittlerweile kann ich mir diese Schwierigkeit erklären: Die Geschichte der Linken wird aus rechter Perspektive mit rechten Kategorien erzählt. Weiter unten werde ich in Einzelheiten erklären, wie ich zu dieser Einschätzung gelangt bin. Bedauerlicherweise sagen die Autoren nicht, ob die Darstellung der Geschichte der Linken ihre eigene Position widerspiegelt, oder ob sie die Sichtweise der Rechten wiedergeben wollte.

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Mit Rechten Reden, Teil A: Der Wille zur Macht

 

Zusammenfassung

Im ersten Teil wird erklärt, auf welches Problem das Buch reagiert und welche Lösungsversuche es für falsch hält.

Das Problem wird folgendermaßen charakterisiert: Plötzlich seien überall Rechte aufgetaucht (S. 17) und machten einem das Leben schwer. Sie änderten nicht ihre Ansichten, nur weil man ihnen die eigenen, viel besseren Ansichten vorhält, und sie verschwänden auch nicht einfach. Am liebsten würde man nicht mit ihnen reden.

Der Kirchentag 2017 hat es doch gewagt. Eine konservative/reaktionäre Christin und AfD-Mitglied wurde zum Kirchentat eingeladen, man hat vorher große Befürchtungen gehabt, aber am Ende hat man mit ihr über allerlei Schützenswertes (Embryos, das Abendland) gesprochen, und die Katastrophe sei ausgeblieben (S. 19).

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Mit Rechten Reden? Leitfaden zum Leitfaden (zweiter Teil der Diskussion des Buchs)

 

Das Buch trägt den Untertitel „ein Leitfaden“, aber gleich ganz am Anfang findet sich eine Vorbemerkung, „Leitfaden zum Leitfaden“: Es handle sich nicht um einen Ratgeber oder Leitfaden, wie man ihn gewöhnlich erwarte, der berate, wie „man“ eine klar definierte Aufgabe löst, denn das würde voraussetzen, dass zwei klar getrennte Gruppen unterschieden werden können, „man“ und „die Rechten“. Dies sei aber nicht möglich. Stattdessen habe man es hier mit einem komplexen Problem zu tun, das zu beschreiben und zu lösen die Autoren sich auf den Weg machen.

Ein paar Punkte nehmen sie schon vorweg, vor allem, wie sie „rechts“ nicht definieren wollen: Über Inhalte. Für sie sei rechts eine Redeweise, nämlich eine reaktive Redeweise, entstanden als Reaktion auf eine Krise der Öffentlichkeit, der Verlagerung des Diskurses in Talkshows und ins Internet, wo Nervosität und Erwartbarkeit seine Hauptkennzeichen seien.

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„Mit Rechten reden“? – jedenfalls nicht aus „Freude an den besten Vertretern der anderen Seite“

 

Einige Analysen in „Mit Rechten reden“ sind korrekt, aber die Lösungsvorschläge sind nicht zielführend, was die Autoren im Prinzip selbst hätten merken müssen: Sie widersprechen nämlich ihren eigenen Analysen.

Dies das Kurzfazit, das hoffentlich in der Ankündigung bei Twitter erscheinen wird. Jetzt die etwas ausführlichere Version. In den Folgeposts werde ich die Kapitel des Buchs „Mit Rechten reden“ von Daniel-Pascal Zorn, Per Leo und Maximilian Steinbeis ausführlich diskutieren.

Zuvor aber noch ein Dank an den Klett-Cotta-Verlag, in dem das Buch erschienen ist und der mir nach einer ausführlichen Diskussion mit Daniel-Pascal Zorn ein Freiexemplar des Buchs hat zukommen lassen.

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Botschaften des Films „Kolberg“ jenseits von „Durchhalten“ (oder war es doch nur ein „morale booster“

Sehr schnell wandte sich die Diskussion des Kolberg-Films der Frage zu, ob es sich um einen Durchhaltefilm oder um einen „morale booster“ handelt. Ein älterer Herr warf sogar die Frage auf, ob es möglicherweise um einen Antikriegsfilm handle. Auch die Frauenrolle wurde diskutiert.

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